Schneelast in der Region Augsburg: Was Ihre Terrassenüberdachung wirklich aushalten muss
Zuletzt aktualisiert: 07.05.2026

Kurzfassung: Die Grundlage für die Terrassenplanung
Wer im Raum Augsburg eine Terrassenüberdachung plant, denkt zuerst an Design, Glasflächen und Komfort. Doch ein Faktor entscheidet am Ende über die Sicherheit der gesamten Konstruktion: die Schneelast.
Gerade in Schwaben wird sie oft unterschätzt – dabei können schon wenige Wintertage darüber entscheiden, ob eine Überdachung stabil bleibt oder überlastet wird.
Warum Schneelast nicht überall gleich ist
In Deutschland gibt es fünf offizielle Schneelastzonen, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anhand langjähriger Wetter- und Geländedaten festgelegt wurden. Sie bilden die Grundlage für die statische Planung von Dächern und Überdachungen. Der Großraum Augsburg liegt dabei überwiegend in der Zone 1a. Diese beginnt bei etwa 0,81 kN/m², also rund 81 kg Schnee pro Quadratmeter.
Doch genau hier liegt ein häufiger Irrtum: Die offizielle Schneelastzone allein reicht für die Planung einer sicheren Terrassenüberdachung nicht aus. Bereits wenige Höhenmeter Unterschied oder lokale topografische Besonderheiten können die tatsächliche Belastung deutlich erhöhen. Denn 1 kN/m² entspricht etwa 100 kg pro Quadratmeter – auf größeren Dachflächen summiert sich das schnell auf mehrere Tonnen Gewicht.
Deshalb ist eine standortgenaue Schneelastberechnung die Grundlage für Ihre Terrassenüberdachung. Dabei wird nicht nur die Zone, sondern auch Höhe (über dem Meeresspiegel), Umgebung und konkrete Lage Ihres Hauses berücksichtigt.
So entsteht eine exakt abgestimmte Statik für maximale Sicherheit und langfristige Stabilität. Für ein erstes Gefühl finden Sie hier die Schneelastwerte für viele Ortschaften in der Region Augsburg. Eine genaue Berechnung für Ihren Lebens(t)raum erhalten Sie kostenfrei in unserer Beratung in Augsburg.

Die Schneelastzonen in Deutschland im Überblick
Auf einen Blick: Die Schneebelastung im Raum Augsburg
| Region / Bereich | Orte | Typische Höhenlage | Schneelast |
|---|---|---|---|
| Nördlicher Landkreis Augsburg | Meitingen, Langweid am Lech, Aindling, Gersthofen, Gablingen | 430–480 m ü. NN | ❄ 90–101 kg/m² |
| Stadtgebiet Augsburg & Umgebung | Augsburg, Neusäß, Stadtbergen, Diedorf, Friedberg, Aystetten | 480–530 m ü. NN | ❄ 102–107 kg/m² |
| Lechfeld & südlicher Landkreis | Bobingen, Königsbrunn, Kissing | 500–560 m ü. NN | ❄ 107–112 kg/m² |
| Hügeliger Westen & Westliche Wälder | Gessertshausen, Zusmarshausen, Dinkelscherben, Horgau | 500–600 m ü. NN | ❄ 96–103 kg/m² |
Stadtgebiet Augsburg & direkte Umgebung
Im direkten Umfeld von Augsburg herrschen vergleichsweise konstante Schneemassen zwischen etwa 102 und 107 kg/m². Orte wie Neusäß (102 kg/m²), Stadtbergen (102 kg/m²), Diedorf (105 kg/m²) und Friedberg (106 kg/m²) liegen auf ähnlicher Höhenlage von rund 480 bis 530 Metern.
Durch die relativ gleichmäßige Topografie bewegen sich die Werte hier auf einem stabilen Niveau. Trotzdem liegen sie bereits deutlich über vielen Standard-Überdachungen aus dem Baumarkt.

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Lechfeld & südlicher Landkreis
Südlich von Augsburg Richtung Lechfeld steigen die Schneelasten spürbar an. Besonders Bobingen mit 112 kg/m² und Königsbrunn mit 110 kg/m² gehören zu den schneelaststärkeren Gebieten der Region. Auch Kissing erreicht bereits 107 kg/m².
Die Ursache liegt vor allem in der offenen Landschaft südlich der Stadt sowie der leicht ansteigenden Höhenlage Richtung Alpenvorland. Schnee bleibt dort länger liegen und sammelt sich stärker auf Dachflächen an. Für eine langlebige Terrassenüberdachung sollten hier deshalb höhere Sicherheitsreserven eingeplant werden.

Bei falsch berechneten Terrassenüberdachungen können sich die Alusparren und Glasfelder unter dem Schnee durchbiegen
Hügeliger Westen & Naturparkregion
Westlich von Augsburg verändert sich die Landschaft deutlich. Rund um Gessertshausen, Zusmarshausen und Dinkelscherben beginnt der Übergang zu den „Westlichen Wäldern“ – einer hügeligen Waldlandschaft mit Höhenlagen bis etwa 600 Meter. Dadurch entstehen lokal unterschiedliche Schneemassen zwischen etwa 96 und 103 kg/m².
Besonders Hanglagen und höher gelegene Bereiche werden im Winter stärker belastet, da dort mehr Schnee liegen bleibt als in tieferen Tallagen. Genau diese topografischen Unterschiede auf kleinem Raum zeigen, warum eine pauschale Auslegung anhand der Schneelastzonen für eine Terrassenüberdachung oft nicht ausreicht.

Mit einem Kaltwintergarten ist selbst im Winter Zeit im Freien möglich
Nördlicher Landkreis Augsburg: Geringere Belastungen im flachen Land
Im Norden des Landkreises – etwa rund um Meitingen (90 kg/m²), Langweid am Lech (94 kg/m²) und Aindling (97 kg/m²) – sinken die Schneelasten leicht ab. Die Region liegt vergleichsweise flach auf etwa 430 bis 480 Metern Höhe und besitzt weniger Staueffekte als die westlichen oder südlichen Gebiete.
Dennoch zeigen auch diese Werte, dass stabile Konstruktionen notwendig sind. Große Glasflächen oder breite Spannweiten sollten niemals zu knapp kalkuliert werden.

Auch bei kleineren Schneemengen lohnt sich eine Terrassenüberdachung – hier das Modell PREMIUM
Zusatzbelastung: Schneeverwehung
Neben der normalen Schneelast gibt es noch ein weiteres wichtiges Thema: die Schneeverwehung. Dabei wird Schnee durch Wind an bestimmte Stellen gedrückt und sammelt sich dort besonders stark an. Das passiert häufig zwischen Hauswand und Terrassenüberdachung. Dort kann sich ein sogenannter Schneekeil bilden.
Das Problem: An diesen Stellen entsteht oft eine viel höhere Belastung als auf dem restlichen Dach. Die Last kann dort sogar 2- bis 3-mal höher sein als die normale Dachlast. Aus 100 kg/m² werden dann schnell 200 bis 300 kg/m² auf einem kleinen Bereich der Überdachung.
Besonders betroffen sind Überdachungen an der West- bis Südwestseite eines Hauses. Aus dieser Richtung kommt Wind am häufigsten und drückt den Schnee dort gegen die Hauswand.
Vor allem in Regionen mit höheren Schneelasten – zum Beispiel rund um Bobingen, Königsbrunn oder im westlichen Hügelland – sollte eine Terrassenüberdachung deshalb besonders stabil geplant werden. Eine gute Statik sorgt dafür, dass die Konstruktion auch bei starken Schneefällen sicher bleibt.

Ein Schneekeil erhöht die Belastung auf eine Terrassenüberdachung immens
Unser Tipp für die Region Augsburg
Wer in der Region Augsburg eine hochwertige und langlebige Terrassenüberdachung plant, sollte die regionalen Schneelasten von Anfang an berücksichtigen. Denn je nach Standort müssen Konstruktionen hier dauerhaft zwischen etwa 90 und über 110 kg/m² Gewicht aufnehmen können.
Unsere Empfehlung für den Standort Augsburg ist deshalb das Modell TIROL. Das Modell wurde speziell für hohe Belastungen und langfristige Stabilität entwickelt und bietet bis zu 25 % mehr Tragfähigkeit als viele vergleichbare Aluminium-Überdachungen. Möglich wird das durch ein innovatives Doppelkammersystem, verstärkte Profile und optional stahlverstärkte Regenrinnen.
Ein weiterer Vorteil: Durch die hohe Stabilität sind Spannweiten von bis zu 6m mit nur zwei Pfosten möglich. Dadurch entsteht eine besonders offene und elegante Terrassenoptik. Gleichzeitig überzeugt das Modell mit langlebigen Materialien, 3 Designpreisen, und bis zu 10 Jahren Garantie auf Aluminiumteile und Pulverbeschichtung.

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Unser Tipp für ein gutes Gefühl – das ganze Jahr: Modell TIROL
Fazit: Die Region Augsburg ist kein Einheitsgebiet
Die Schneelast in Augsburg variiert deutlich stärker, als viele erwarten. Während flache Regionen im Norden bei etwa 90–100 kg/m² liegen, erreichen südliche und exponierte Bereiche schnell Werte über 110 kg/m². Genau deshalb sollte eine Terrassenüberdachung niemals nur nach Optik ausgewählt werden.
Für die Region Augsburg empfiehlt sich grundsätzlich eine Auslegung für mindestens 120 kg/m² Schneelast. So bleibt die Konstruktion auch bei starken Wintereinbrüchen dauerhaft stabil und sicher – unabhängig davon, ob Sie mitten in Augsburg, im Lechfeld oder im Westen wohnen.
Häufige Fragen zum Thema Schneelast
Wie sind die Schneelastzonen in Deutschland aufgebaut?
In Deutschland gibt es fünf Schneelastzonen, die die Berechnungsgrundlage bieten
In Deutschland gibt es fünf offizielle Schneelastzonen, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anhand langjähriger Wetter- und Geländedaten festgelegt wurden. Sie bilden die Grundlage für die statische Planung von Dächern und Überdachungen. Darin werden die Schneelast und Höhenlage berücksichtigt.
| Zone | Gültig bis Höhenlage (ü.d.M.) | Schneelastgrenze |
|---|---|---|
| 1 | 400 m ü. NN | ❄ 0,65 KN/m² |
| 1a | 400 m ü. NN | ❄ 0,81 KN/m² |
| 2 | 285 m ü. NN | ❄ 0,85 KN/m² |
| 2a | 285 m ü. NN | ❄ 1,06 KN/m² |
| 3 | 285 m ü. NN | ❄ 1,10 KN/m² |
Wie kann ich meine Schneelast berechnen?
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Was bedeutet eine Schneelast von 1 kN/m²?
1 kN/m² steht für einen Kilonewton pro Quadratmeter.
1 kN/m² steht für einen Kilonewton pro Quadratmeter. Man nutzt diese Einheit, da sie nicht reine Masse, sondern die Kraft beschreibt, mit der der Schnee auf Ihre Terrassenüberdachung drückt.
1 kN/m² entspricht etwa 100 kg pro Quadratmeter – auf größeren Dachflächen summiert sich das schnell auf mehrere Tonnen Gewicht.
Welche Schneelasten herrschen in der Region Augsburg?
Eine größere Dachneigung kann den Wasserablauf verbessern, verändert aber auch die Optik und Bauhöhe.
Die Schneelast in Augsburg variiert deutlich stärker, als viele erwarten. Während flache Regionen im Norden bei etwa 90–100 kg/m² liegen, erreichen südliche und exponierte Bereiche schnell Werte über 110 kg/m². Genau deshalb sollte eine Terrassenüberdachung niemals nur nach Optik oder grober Schneelastzone ausgewählt werden.

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Lars Decker
Außendienst/Vertrieb in der Region Augsburg
Lars Decker ist Ihr zentraler Ansprechpartner für Terrassenüberdachungen rund um Augsburg












